Ratten im Nachbarschaftsgarten

Ein Schädlingsbekämpfer im Auftrag der MA 42 hat am 18. Mai 2020 Rattenköder ausgelegt.

Sie befinden sich in Plastikboxen, die für Igel und Katzen unzugänglich sind. Die Boxen werden kontrolliert und nach erfolgter Bekämpfung von den Zuständigen wieder eingesammelt. Bitte nicht verrücken oder wegwerfen! Die Boxen sollen kindersicher sein. Bitte achtet trotzdem darauf, dass Kinder die Boxen nicht öffnen.

Einige der giftigen Köder wurden aus den Boxen herausgeschleppt. Dies ist vor allem für Kinder eine Gefahr! Der Garten ist deshalb bis Ende August 2020 nur für Vereinsmitglieder zugänglich. Die blaugrünen Köder erinnern ein bisschen an Geschirrspültabs. Bitte achtet darauf, dass sie nicht berührt werden.


Was wissen wir über Ratten?

  • Die Wanderratte hat die Hausratte weitgehend verdrängt. Männliche Wanderratten können 45 cm lang (samt Schwanz) und bis zu 500 g schwer werden.
  • Ratten bzw. ihre Exkremente können mit Tuberkulose, Typhus, Hepatitis, Leptospirose, Hantaviren, Salmonellen, multiresistenten Enterobakterien und Staphylokokken infiziert sein.
  • In New York, wo sieben Ratten auf einen Einwohner kommen, werden 60 Rattenbisse pro Jahr gemeldet. Durch Ratten verursachte Bisswunden entzünden sich seltener als beispielsweise Katzen- oder Menschenbisse. Zudem sind Ratten nur aggressiv, wenn sie in die Enge getrieben werden. 
  •  Die Wanderratte lebt in der Kanalisation, aber auch in Grünanlagen mit Bodendeckerpflanzen. 
  • Sie legt Erdbaue mit Gängen von 8-12 cm Durchmesser an und läuft in der Dämmerung an Pflanzen und Hausmauern zu Mistkübeln, wo sie sich von Getreide, Sämereien, Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und anderen Essensresten ernährt. Sie klettert auch auf Bäume und knabbert an jungen Trieben.
  • Für Gärtner interessant: Ratten fressen auch Schnecken und Wühlmäuse.
  • Budapest gelang es wohl in den 1970er Jahren, rattenfrei zu werden – und scheinbar breiteten sich unmittelbar danach die Kakerlaken maßlos aus.

Wie erkenne ich Ratten im Garten?

  • In Gruppen liegender, ca. 2 cm langer, spindelförmiger Kot.
  • manchmal Laufspuren, ammoniak-artiger Geruch.
  • Nagespuren mit zwei Rillen an Holz, Kunststoff oder Aluminium. Da die Schneidezähne von Ratten ständig nachwachsen, müssen Ratten nagen.

Wie vergraule ich Ratten?

  • Essensreste gehören weder in die Toilette noch auf unseren Kompost! Auf den Kompost sollten derzeit nur Gras- und Laubabfälle.
  • Der Kompost kann auf eine Betonplatte gestellt und mit einem engmaschigen Gitter gesichert werden.
  • Gerümpelecken werden gern als Nistplätze genutzt.
  • Verschiedene Gerüche mögen Ratten wohl nicht: Terpentin, Minz- und Nelkenöl.
  • Kleine Stoffsäckchen mit benutzter (!) Katzenstreu können ausgelegt werden.
  • Cayennepfeffer und Chili-Pulver. Ratten mögen es wohl nicht, diese Gewürze beim Fellputzen aufzunehmen.